Verkehr

Tempo 30 innerhalb des Grenzlandringes

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Die Wegberger Grünen haben im Stadtrat beantragt, das Stadtgebiet innerhalb des Grenzlandringes zur Tempo-30-Zone zu erklären. Dafür gibt es drei gewichtige Gründe:

  1. mehr Verkehrssicherheit
  2. mehr Lebensqualität durch weniger Lärm, gleichmäßigeren Verkehrsablauf und
  3. bessere Luft, da geringere Geschwindigkeiten weniger Luftverschmutzung bedeuten

Der ADFC hat auf ‚adfc.de‘ folgende Informationen veröffentlicht:

„In Deutschland gilt gegenwärtig in geschlossenen Ortschaften eine Regelgeschwindigkeit von 50 Stundenkilometern. Tempo 30 ist aber immer wieder in der Diskussion, zum Beispiel in Zusammenhang mit der Verkehrssicherheit, Lärmminderung oder Luftreinhaltung.

Der Fachausschuss Radverkehr hat in einem Informationspapier Hintergrundinformationen und wissenschaftliche Fakten zusammengetragen, die die Auswirkungen einer Geschwindigkeitsreduzierung auf 30 Stundenkilomter beschreiben. Das Papier wirft außerdem einen Blick darauf, welche Positionen zu Tempo 30 beispielsweise der Deutsche Städtetag, das Europäische Paralament oder die Bundesregierung haben.“

ADFC-Information „Tempo 30 innerorts“

Tempo 30 innerhalb des Grenzlandringes

tempo30

Der Rat möge beschließen, dass der gesamte Bereich innerhalb des Grenzlandrings als Zone Tempo 30 ausgewiesen wird.

Begründung:

Nach den gesetzlichen Vorgaben § 45 StVO und der dazugehörigen Verwaltungsvorschriften ist das Gebiet innerhalb des Grenzlandrings ideal als Tempo 30 Zone zu nutzen.

·        Innerhalb des Rings ist die gesamte Infrastruktur – Geschäfte, Gesundheitswesen, Kindergärten, Schulen und Altenheime – bequem autofrei zu erreichen.

·        Innerhalb des Rings wohnen vor allem Menschen, für welche die Wohnstraßen ohnehin als Spielstraßen (325/326) oder die zulässige Höchstgeschwindigkeit mit 20 (274) bzw. 30 km/h ausgewiesen sind.

·        Motorisierte Verkehrsteilnehmer haben den Ring nach wenigen Minuten erreicht und die Tempo-30-Zone verlassen.

Innerhalb des Grenzlandrings sind nur wenige Straßen – wie Venloer Straße, Heidekamp, Beecker Straße, Lindenstraße – mit maximal 50 km/h zu befahren. Der überwiegende Teil der Straßen innerhalb des Rings ist bereits nur mit Tempo 30 zu befahren oder schon als 30-Zone ausgeschildert. Auf den 50km-Straßen sind nur kleine Stücke, siehe Prämienstraße bis Ortseingang Beeck, mit 50 km/h zu befahrbar. Eine Begrenzung auf 30 km/h würde sich in den Fahrzeiten nur minimal auswirken: Bei 1 km Strecke benötigt man mit 50 km/h 72 sec und mit 30 km/h 120 sec. Aber wo kann man schon 1 km mit 50 km/h durchfahren?

Durch die Maßnahme ist ein gleichmäßigeres Fahren mit dem Auto möglich. Beschleunigungen und Abbremsungen entfallen weitestgehend. Alle Verkehrsteilnehmer, insbesondere Fahrradfahrer, ältere Menschen, Kinder, Rollstuhlfahrer werden sich auf den Strassen innerhalb des Rings sicherer bewegen können. Besonders an Straßenengpässen, z.B. an den Überquerungshilfen an der Beecker Straße, werden mögliche Gefahrenquellen durch das Vorbeifahren von Autos entschärft.

Der Schilderwald, der seit Einführung des motorisierten Verkehrs innerhalb des Rings wild gewachsen ist, kann abgeholzt werden. Fußgänger und Radfahrer werden nicht mehr an den Rand gedrängt. Sperren, die Fußgänger und Radfahrer behindern, sind auf ein Minimum zu reduzieren. Pfosten sind zur Sicherheit mit Reflektoren auszustatten. (siehe: Verwaltungsvorschriften zur StVO).

Wir gehen davon aus, dass die Reduzierung der Geschwindigkeit die Unfallhäufigkeit um ca. 2/3 verringern wird, da die meisten schweren Unfälle im 50 km/h Bereich passieren. Die Energie des Aufpralls ist bei 30 km/h nur etwa 1/3 der bei 50 km/h. Statt 30 Unfälle pro Jahr würden es dann nur noch 15-20 Unfälle pro Jahr sein!

Die Kosten für diese Maßnahme sind aus dem laufenden Etat zu bestreiten, die Arbeiten können vom Bauhof durchgeführt werden. Vor Einführung der 30-Zone ist allen Haushalten in Wegberg ein entsprechendes Informationsblatt auszuhändigen.